Babys erster Brei - Einführung in die Beikost Teil 1

Sehr oft werde ich von anderen Müttern gefragt, wie und wann ich mit dem Brei bei meinen Kindern angefangen habe. Es scheint ein komplexes Thema zu sein, denn jeder möchte natürlich alles richtig machen. Ich weiß noch, wie kompliziert ich damals bei meinem ersten Sohn alles was mit Ernährung zu tun hatte fand. Bloß kein Salz und kein Zucker im ersten Jahr, keine Kuhmilch im ersten Jahr,... Es gab soviele Sachen zu beachten und das schlimmste war, dass es zu diesem Thema soviele verschiedene Meinungen gab. Ich glaube bis heute nicht, dass es DIE EINE richtige Meinung zu diesem Thema gibt. Jedes Kind ist unterschiedlich (ich habe nur zwei und habe das ganz schnell gemerkt ;-) ) und so muss man auch die Ernährung individuell auf sein eigenes Kind einstellen.

Alles was ich hier schreibe, sind meine ganz persönlichen Erfahrungen. Ich bin keine Ernährungsberaterin, wenn ihr spezielle Fragen oder Sorgen mit euren kleinen Schätzen zum Thema Ernährung habt, fragt bitte eure Hebamme oder eine Ernährungsberaterin, die sich auf Babys spezialisiert hat.

 

Als mein Sohn Mads 5 Monate alt war, habe ich einen Kurs besucht um mich auf die Einführung in die Beikost vorzubereiten. Womit fange ich an, wieviel muss ich füttern? 
Ich habe es geliebt den Brei selber zu kochen und zu pürieren, für beide Söhne habe ich das meistens auch gemacht. Allerdings möchte ich mich ausdrücklich vom "perfekte Mutter" Image distanzieren, davon bin ich wirklich Meilenweit entfernt. Es gibt auch heute noch für meinen jüngeren Sohn hin und wieder ein Gläschen, statt frisch gekochtem und den Früchtebrei selber zu kochen habe ich schnell wieder verworfen, weil es mir einfach viel zu aufwendig war. Außerdem bin ich mir sicher, dass Gläschen keineswegs schlechter sind als selbst gekochtes, denn die Kontrollen bei Babynahrung sind in Deutschland sehr streng.

Die Empfehlungen zum „Brei-Start“ bei Babys gehen weit auseinander. Auf vielen Gläschen steht „Nach dem 4. Monat“. Also sobald die kleinen 5 Monate alt werden, darf man laut Hersteller mit diesen Breien anfangen. Ich persönlich halte das für zu früh. Ich habe Mads den ersten Brei gegeben, kurz bevor er 6 Monate alt wurde und bei Jesper habe ich mit 5,5 Monaten angefangen. Bei Jesper habe ich sehr deutlich gemerkt, dass er "bereit" war. Er hat uns beim Essen alles vom Teller geguckt und richtig "gebettelt".
 
Angefangen habe ich mit dem Mittagsbrei: pure Bio Karotten, damit sie sich erstmal an einen Geschmack gewöhnen konnten. Nach etwa vier Tagen, an denen sie täglich nur etwa 3-4 Teelöffel gegessen hatten, habe ich Bio Kartoffeln hinzugefügt. Zwei Teile Karotte zu einem Teil Kartoffel. Das habe ich wieder 4 Tage gefüttert, nach und nach steigerte sich die Menge, die meine kleinen essen mochten. Nach etwa 3,5 Wochen habe ich Bio Rindfleisch hinzugefügt. Da habe ich dann eine komplette Mahlzeit gekocht, hier meine Zutatenliste:
 
Gemüse- Kartoffel- Fleisch- Brei
100 g Gemüse
50 g Kartoffeln
40 g Obstsaft 
30 g Fleisch oder Fisch oder Hirseflocken
10 g Rapsöl
 
Fisch gebe ich etwa einmal pro Woche, ansonsten Fleisch oder auch mal Hirseflocken.
Anfangs essen die Babys nur Mini-Mengen, solange er noch nicht viel Brei isst, nach dem Brei immer noch stillen oder Flasche geben.
 
Nach rund 4 Wochen ist die erste Hürde geschafft und die Mittagsmilch durch Brei ersetzt.
Teil 2 folgt in Kürze.
Vera x

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Kommentare: 1
  • #1

    Bianca (Sonntag, 07 Juli 2013 20:10)

    Ich habe neben dem stillen bei meinem Sohn auch erst mit 6 Monaten mit der Beikost begonnen. Bei meiner Tochter werde ich es genau machen. Ich kenne Mütter die bereits mit 3 Monaten zufüttern, was ich jedoch für überfrüht halte. Der Magen ist lt. meiner Hebamme einfach noch nicht bereit für Beikost...

    LG Bianca