Vegan for Fit Challenge

Vegane Ernährung - etwas, das ich Phasenweise immer mal wieder in mein Leben integriert hatte.

So ganz und mit vollem Einsatz habe ich mich da jedoch nie reingestürzt. Bisher... Denn Anfang Oktober 2017 entschied ich mich spontan für die 30-Tägige "Vegan for Fit - Challenge" von Attila Hildmann. Es hört sich erstmal mächtig aufwendig an. Jedoch steckt hier nicht mehr als ein dickes Buch voller leckerer und einfacher Rezepte und wertvollen Tipps zur veganen Ernährung hinter.

Da ich bereits seit Jahren immer mal wieder gerne aus diesem Buch koche, kannte ich schon einige Rezepte und wusste was mich erwartet. Während es mir hier anfangs in erster Linie darum ging mich wieder gesund und fit zu fühlen, kam mit dieser Challenge bei mir so viel mehr.

Ich bin ein gesundheitsbewusster Mensch. Ich liebe mein Yoga. Meine Meditation, grüne Smoothies und gesunde Ernährung sind mir keineswegs fremd. Jedoch war durch einen stressigen Alltag mit Job, Kindern und Haushalt ein wenig Nachlässigkeit in meine Ernährungsweise eingezogen. Mein Zuckerkonsum war ausser Kontrolle. 

Also hieß der Plan: 30 Tage vegan, um wieder auf Spur zu kommen. Doch bereits nach wenigen Tagen war mir klar, dass ich mir selber gerade das schönste Geschenk meines Lebens gemacht hatte. Ich fühlte mich bereits jetzt fitter und mental klarer. Auch wenn mein Körper direkt eine fette Erkältung ausfechten musste, war mein Grundbefinden einfach viel stabiler. 

Auch wenn Attila Hildmann sehr polarisiert und nicht unbedingt ein sympathieträger sein mag, so kann ich sein "Vegan for Fit" Programm nur empfehlen. Es ist ein toller Einstieg in die vegane Ernährung, ein Reset für den Körper und eine wunderbare Entgiftungskur. 

Ich bin nach den 30 Tagen weiterhin vegan unterwegs und kann mir gerade überhaupt nicht vorstellen wieder Fleisch zu essen. Mein Körper zeigt mir sehr deutlich, wie gut es ihm damit geht. Durch die Suche nach neuen veganen Rezepten im Internet bin ich auf so viele interessante Berichte gestossen und habe mich intensiv mit den Auswirkungen des Fleischkonsums beschäftigt. 

Besonders die Tierschutzorganisation Peta zeigt deutlich auf, wie Tiere leiden und was es zum Beispiel für emotionale Qualen sind, wenn die Mutterkuh (Milchkuh) vom Baby getrennt wird, weil die Milch für die Menschen genommen wird und das Kalb vorlieb mit billiger Pulvermilch nehmen muss. 

Mit ist bewusst, dass so eine Umstellung der eigenen Gewohnheiten nicht einfach ist und wir in unseren Ernährungsgewohnheiten so gefangen sind, dass wir im hektischen Alltag nicht unbedingt Lust haben auch noch neue Ernährungsgewohnheiten einzubinden. Aber wenn ihr mich fragt: Es lohnt sich, diese Herausforderung anzunehmen!

Der beliebteste Spruch von Fleischessern, den ich in meiner noch kurzen veganen Zeit hören durfte war: "Weißt Du eigentlich wie ungesund das ist? Du kriegst Mangelerscheinungen!" Während ich hier die ersten 2-3 Mal noch "erklären" wollte, war mir dann schnell klar, dass es die Mühen nicht lohnt. 

Eine tolle Übersicht über die notwendigen, zusätzlichen Nährstoffe bei einer veganen Lebensweise findet ihr hier bei Peta!

 

Für mich ist es ein Weg der sich abgesehen von den ethischen Gründen, allein aus rein egoistischen Gründen schon in vielerlei Hinsicht lohnt:

  • Ich fühle mich fitter
  • Mein Hautbild hat sich stark gebessert / ich habe viel weniger Unreinheiten
  • Ich kann Nachts (seit Jahren) endlich wieder durchschlafen (wo auch immer dieser positive Effekt herkommt...)
  • Nachdem ich immer unter extrem starken Schmerzen während der ersten Tage meiner Periode litt (sogar bis zum Kreislaufzusammenbruch), habe ich nun nur noch sehr leichte Schmerzen am ersten Tag
  • Ich bin (meistens ;-) ) ausgeglichen und zufrieden (vermutlich weil ich mich einfach wohl fühle)
  • Ich habe bisher 6 kg abgenommen ohne zu hungern
  • Mein Friseur hat sich am Freitag sehr über meine tollen Haare gefreut (er meinte es wachsen total viele neue Haare und meine Haare glänzen so schön). Da ich keine neuen Pflegeprodukte verwende, kamen wir zu dem Schluss, dass wir das einfach auf die vegane und ausgewogene Ernährung schieben. :-)

 

Probiert es doch mal aus und erzählt mir unbedingt, wie es euch damit geht. Fühlt ihr euch besser, oder fühlt es sich für euch zu sehr nach Verzicht an? 

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